Malediven 2014

Die Planung der ersten Reise ins tropische Salzwasser war eine besondere Herausforderung für den Zwettler Fischerstammtisch. Um mit der gewohnten Professionalität an die Sache heranzugehen, nahmen wir uns zwei Jahre Zeit für die Vorbereitung. Das hört sich momentan viel an, wie sich aber zeigen sollte, war der Zeitrahmen durchaus nötig, um gut gerüstet an unser „Projekt Malediven„ heranzugehen.

 

 DIE VORBEREITUNG

 

Relativ schnell wurden wir uns einig, dass wir eine Big Game Safari einem Fischercamp vorziehen werden. Der Vorteil lag auf der Hand,  während bei einem Camp nur die Umgebung zum Angeln zur Verfügung steht, ist man auf einer Yacht mobil und kann größere Bereiche befischen. Es gibt verschiedene Anbieter auf den Malediven, am besten gefiel uns aber von Beginn an die NOORAANEE2.

Den ersten Kontakt mit Ahmed Ibrahim gab es bereits im Dezember 2011 und nach Fixierung des Reisetermines von 14.-24. Jänner 2014 leisteten wir eine Anzahlung von 20% der Reisekosten. Jetzt war alles fix und wir konnten uns auf die Ausrüstung konzentrieren.

Ein jähes Ende unserer Vorfreude auf die Reise ereilte unsere Gruppe etwa eine Woche vor der geplanten Abreise. Die Restzahlung unserer Reise an den Bootseigner war kurzfristig „eingefroren“ worden. Das Geld war zwar von unserem Konto weg, der Empfänger hatte aber keinen Zugriff darauf. Grund dafür war, dass Zahlungen ab einer entsprechenden Höhe einer Überprüfung in Richtung „Verdacht der Terrorfinanzierung“ unterzogen werden. Wir konnten die von der Bank geforderten Daten des Empfängers relativ rasch übermitteln, die Freigabe ließ jedoch bis zum Tag vor unserer Abreise auf sich warten. Als am 13.01.2014 das erlösende Email von Ahmed eintraf, in dem er bestätigte, dass er Zugriff auf das Geld hatte, fiel uns allen ein Stein vom Herzen.

Bei künftigen Reisen werden wir jedenfalls die Beträge teilen bzw. mehrfach überweisen, damit wir mit solchen Problemen nicht mehr konfrontiert werden. Trotzdem ist sehr interessant, dass nur weil jemand einen moslemischen Namen hat und Geld überwiesen bekommt, sofort „Verdachtsmomente“ im Raum stehen ….. die NSA lässt grüßen.

 

DIE ANREISE

 

Mit QATAR AIRWAYS ging die Reise von Wien-Schwechat mit kurzem Zwischenstopp in Doha nach Male. Die Zwischenlandung war zum Beine vertreten sehr angenehm und machte den Flug kurzweiliger. Wir hatten bei An- und Abreise Nachtflüge gewählt und somit volle 9 Angeltage und 8 Nächte an Bord zur Verfügung.

 

Team Malediven 2014
Team Malediven 2014 v.l.n.r.: Berni, Jürgen, Rudi, Willi und Reini

 

Wir kamen am 15.01.2014 um 07.40 Uhr am International Airport in Male an. Ahmeds Bruder, sowie Ayya, Mohammed und Amo von der NOORAANEE2 erwarteten uns schon beim Ausgang. Wir überquerten mit unserem Gepäck die Straße vor dem Flughafen, wo schon das Beiboot auf uns wartete. Damit wurden zuerst wir die letzten ca. 200 Meter zur NOORAANEE2 gefahren, und dann holten die Jungs unser gesamtes Gepäck. Jeder hatte in etwa 47 kg Gepäck dabei (30 kg Freigepäck – 10 kg Sportgepäck – 7 kg Handgepäck). Während wir an Bord einen Begrüßungsdrink serviert bekamen, wurde das Gepäck schon zu den Kabinen gebracht und der Anker gelichtet. Keine 30 Minuten nach der Landung waren wir schon  mit „unserer Yacht“ auf dem Weg aus dem Hafen. Kein Transfer, kein Stress – angekommen und der Urlaub konnte beginnen – das war einfach nur fantastisch.

 

DAS BOOT

 

Die NOORAANEE2 ist eine sehr universell einsetzbare Yacht mit wenig Tiefgang, die mit ihren 22,5 Metern Länge und 6,5 Metern Breite für eine Maximalbelegung mit bis zu 18 Gästen und 5 Mann Besatzung ausgelegt ist.

 

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NOORAANEE2

 

Die 6 klimatisierten Kabinen sind mit je einem Doppel- und einem Einzel-Etagenbett ausgestattet. Jeder Kabine ist ein kleines Bad mit WC, Dusche und Waschbecken angeschlossen. Die Ausstattung ist einfach, zweckmäßig und sauber.

 

3-Bett-Kabine
3 – Bett – Kabine

 

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Der Deckbereich ist für 3-4 Angler optimal zum Werfen geeignet. Die überdachte Sitzgelegenheit bietet ausreichend Platz für die Gerätemontage und zum Relaxen.

 

Casting Deck
Casting Deck

 

Die Bordtechnik ist mit GPS, Kartenplotter und Echolot/Fishfinder gut gerüstet. Für Entertainment am Abend steht ein Flat-TV mit DVD-Player und WLAN (gegen eine geringe Gebühr) zur Verfügung.

Die NOORAANEE2 besitzt eine Meerwasserentsalzungsanlage, die täglich 3000 Liter Süßwasser produziert. Damit ist genügend Süßwasser für Dusche und Tacklepflege vorhanden.

Am Heck der Yacht befinden sich 6 Rutenhalter für Trollingruten. Der Platz ist aber leider stark eingeschränkt und so haben wir maximal mit 3-4 Ruten geschleppt. Wie üblich wird auch das Dhoni hinten nachgezogen, was den Einsatz weiterer Ruten und des Teaser Dredges praktisch unmöglich machte.

Für eine reine Angelreise ist die Belegung der NOORAANEE2 mit 5 bis 6 Anglern optimal.

 

Siva zauberte täglich köstliche Fischgerichte in der Bordküche
Siva zauberte täglich köstliche Fischgerichte in der Bordküche

 

Das Schnellboot kann zusätzlich (auch tageweise) gebucht werden
Das Schnellboot kann zusätzlich (auch tageweise) gebucht werden

 

Ahmed erfüllt im Vorfeld auch Wünsche was die Verpflegung und Getränke betrifft. Die NOORAANEE2 hat eine Lizenz um Ausschank von Alkohol und so steht einem gepflegten Bierchen am Abend an Deck nichts im Wege.

 

DIE REISE BEGINNT

 

Nachdem wir mittlerweile schon über 20 Stunden auf den Beinen waren und eigentlich im Flieger nicht geschlafen hatten, war Zeit sich mal gemütlich an Deck in den Schatten zu setzen und ein Bierchen zu genießen. Wir wollten es ruhig angehen und eigentlich ein paar Stunden schlafen. Da hatten wir aber die Rechnung ohne Captain Ibrahim gemacht.

Einfach „dahinschippern“ war auf einer Angelsafari für ihn nicht drin. Bereits nach kurzer Zeit gab er mir mit Nachdruck zu verstehen, dass es Zeit wäre die Trolling-ruten rauszulassen. Da half auch die holprige Erklärung von den „gemütlichen Österreichern“ nichts, das Gerät musste montiert werden.

Also raus mit den Ruten, Rollen, Vorfächern und Ködern. Der Esstisch war gerade groß genug um unser ganzes Big Game Zubehör übersichtlich zu zeigen.

Die Route führte uns vorerst innerhalb des Male Atolls in nördlicher Richtung. Eigentlich wollten wir ja unsere Tour in den Norden östlich des Atolls antreten, aber der Wind war relativ stark und so war es sicherer sich im Innenatoll zu bewegen.

Es dauerte eine Zeit bis wir alles für den Trolling-Einsatz wieder aus den Koffern aller Mitfahrer „gefiltert“ hatten. Die Teile des Downriggers waren in Einzelteilen verstaut, die Ruten, Rollen, Köder, Haken und Kleinteile aufgeteilt und irgendwo zwischen dem Rest verpackt worden.

Nach etwa zwei Stunden waren endlich die Trollingruten bereit für den Einsatz. Der MAXEL Downrigger wurde von uns zusätzlich mit extra starken Kabelbindern aus der Abteilung „Gerüstbau“ gesichert und jede Rute bekam noch eine Sicherungsleine verpasst. Es war ein sehr gutes Gefühl, als wir die Oberflächenköder und Wobbler endlich rausließen. Es war „angerichtet“.

 

Das Reise-Fischerstammtisch-Polo, designed by Jürgen
Das Reise-Fischerstammtisch-Polo, designed by Jürgen

 

Zwischenzeitlich wurde uns schon ein köstliches Frühstück bereitet und speziell die Toastecken mit Tunfisch-Füllung waren eine kulinarische Sensation.

Danach fühlten wir uns soweit gestärkt um auch die Ausrüstungen für das Popper- und Jigangeln vorzubereiten. Den Nachmittag verbrachten wir mit der Anfahrt verschiedener Angelstellen wo abwechselnd Poppern und Jiggen angesagt war. Leider blieben wir bis auf ein paar Nachläufer noch ohne Fisch.

Auch beim Trolling tat sich bis auf einen kurzen Anfasser auf die Oberflächenköder an diesem Tag nichts mehr.

Nachdem die Anker an der nördlichen Spitze des Male Atolls, in unmittelbarer Nähe der Insel Kagi gesetzt waren, gönnten wir uns mal alle einen Sprung ins herrlich warme Wasser des indischen Ozeans. Darauf wurde noch Rainbow Runner in Zwiebel und Knoblauch gebraten, Reis und ein paar andere köstliche Gerichte zum Dinner serviert. Nach einem Gute-Nacht-Bier ging es schließlich nach fast 40 Stunden endlich ins Bett.

 

Tag 2:

 

Die harten Betten in unseren Kabinen war keiner von uns gewöhnt, deshalb klagten beim Frühstück alle mehr oder weniger über Rückenschmerzen. Die waren aber nach 5 Minuten wieder weg und alle waren guter Dinge, denn wir starteten um 07.00 Uhr schon vor dem Frühstück mit einer Runde Popperfischen. Das Ziel war das Außenriff des Gaafaru Atolls. Der Wind hatte noch immer nicht abgeflaut und deshalb war es schwierig einen sicheren Stand an Deck zu finden. Wir teilten uns schließlich so auf, dass 2 Mann am Vorderdeck, 1 Mann direkt am Bug und ein Mann auf dem Dach des Bootes fischten. Ich bekam nach wenigen Würfen den ersten Biss auf meinen Starwalker Stickbait in schwarz/silber und hakte einen Two-spot red snapper (Lutjanus bohar) mit ca. 4 kg, den wir gleich wieder in sein Element entließen.

 

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Schon etwa eine halbe Stunde später konnte ich gleich nochmal nachlegen und der erste GT unserer Reise wurde erfolgreich gekeschert. Mit ca. 5 kg zwar kein Riese, aber meine Freude war trotzdem riesengroß.

 

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Jetzt kam Bernhard langsam auf Touren und nach einem kleinen GT landete er einen Blacksaddled coralgouper (Plectropomus laevis) mit ca. 10 kg, der hervorragend zum Dinner schmeckte.

 

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Auch Rudi wurde noch vormittags mit seinem ersten GT belohnt, der sich in von der Größe her zwischen den beiden ersten GT´s einreihte. Wir hatten noch mehrere Fehlbisse, was nach Einschätzung unseres Captains an den verwendeten Einzelhaken lag. Er empfahl uns auf Drillinge umzustellen, wir blieben aber unserer Einzelhakenphilosophie treu.

Während des ganzen Tages begleiteten uns ständig Mantarochen mit Durchmessern von ca. 2-3 Metern. Es waren bis zu 3 Stück immer in Sichtweite. Sie präsentierten sich rund ums Boot was alle sichtlich beeindruckte.

Nach dem Mittagessen ereilte uns ein kräftiges Gewitter mit Starkregen. Danach flaute der Wind merklich ab und der Seegang beruhigte sich etwas. Captain Ibrahim beschloss daraufhin gleich den Channel zum Lhaviyani Atoll zu überqueren, da die Wettervorhersage keine Besserung erhoffen ließ. Die Überfahrt gestaltete sich trotzdem recht rau und wir kreuzten noch eine Gewitterfront auf dem Weg zum Lhaviyani Atoll. Kurz vor unserer Ankunft entdeckte der Captain einen Yellowfin Schwarm und wir wechselten die bis jetzt geschleppten Fransenköder auf Rapala Wobbler und einen Spro Cika. Der Captain gab Anweisung die Köder auf ca. 80 Meter rauszulassen. Leider kreuzte Ibrahim dann in sehr engen Achterschleifen den Schwarm, was zu einem Schnursalat aller drei ausgelegten Ruten und keinem Biss führte. Schade, die Chance war vertan, denn bis wir neu montiert hatten, war der Schwarm lange weg.

Das letzte Stück unserer Fahrt begleiteten uns noch einige Delphine bis wir nach ca. 4,5 Stunden an der Westseite des Lhaviyani Atolls ankamen. Die Anker fielen bei der Insel Meedhaahuraa ins Wasser, wo wir über Nacht blieben. Im türkisen Wasser schwammen wir alle noch eine Runde, bevor unser Fang als köstliches Abendessen aufgetragen wurde. Den Abend ließen wir an Deck mit ein paar Bierchen unter dem Vollmond ausklingen.

 

Tag 3:

 

Nach dem Aufwachen ließen wir die Trollingruten wieder ins Wasser und auf ging es Richtung Süden zur äußersten Spitze des Atolls. Von dort aus wollten wir entlang der Ostküste, das sogenannte Long Reef mit Poppern und Sticks befischen.

Plötzlich um 09.00 Uhr – Biss an der Trolling-Rute – ganz klassisch auf Rapala Magnum im blauen Makrelendesign (22 cm). Die Männer hatten mir netterweise als Dank für die Organisation unserer Reise den ersten Biss geschenkt und so legte ich so schnell es ging den Black Magic Equalizer Gimbal an.

Ich schob die Bremse in Richtung Strike-Position und versuchte so schnell es ging Schnur zu gewinnen. Der Captain hatte zwischenzeitlich die Fahrt herausgenommen und ich bekam den ersten Fischkontakt. Sofort nahm der Fisch kräftig Schnur und ich musste den Druck erhöhen, da der Schnurvorrat schnell weniger wurde. Der Fisch hatte sich natürlich ausgerechnet die leichteste Kombo ausgesucht. Die SHIMANO TLD 30 hat mit 50 lbs Mono gerade mal knappe 300 Meter Schnurfassung.

Captain Ibrahim meinte mittlerweile es wäre besser ins Dhoni steigen und dem Fisch nachzufahren. Da ich aber gerade wieder einiges an Schnur zurückgewinnen konnte, beschloss ich es noch einmal von Bord der Nooraanee2 zu versuchen. Es passte alles und ca. 15 Minuten später landete die Crew einen richtig dicken Yellowfin Tuna mit exakt 30 kg.

Was für ein tolles Gefühl – mein erster „Big Game Fisch“ und gleich hat alles geklappt. Meine Freunde waren unglaublich flink beim Einholen der übrigen Ruten, Jürgen hat mir in den Gimbal geholfen und anschließend gefilmt. Reini und Berhard bedienten die GoPro – alles ein Ergebnis fabelhaften Teamworks.

Wir drehten noch eine Runde konnten aber bis auf einen kurzen Biss keinen weiteren Fisch mehr landen.

 

Der erste Fang beim Trolling - Yellowfin Tuna - 30 kg
Der erste Fang beim Trolling – Yellowfin Tuna – 30 kg

 

Im Anschluss daran wollten wir mal ausgiebig werfen. Den ganzen Nachmittag versuchten wir unser Glück an den schönsten Riffkanten des Long Reef, aber bis auf einige Nachläufer geschah soweit nichts. Das war nicht weiter schlimm, denn der unglaubliche Ausblick versöhnte uns. Schließlich konnte Jürgen noch unsere Ehre retten und einen GT präsentieren.

 

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Danach war aber Feierabend und trotz fleißigen Werfens interessierte sich kein weiterer Flossenträger für unsere Popper und Sticks.

Die kommende Nacht ankerten wir im Hafen der Insel Kurendhoo im Lhaviyani Atoll. Unser Captain und ein Teil der Crew stammen von dieser Insel. Da am 18.01.2014 die Wahlen des Inselparlaments abgehalten wurden, stimmten wir gerne zu hier über Nacht zu bleiben, um allen Gelegenheit zu geben, ihr Wahlrecht auszuüben. Wir nützten die Chance für einen Abendspaziergang durch die Straßen der Insel. Der Wahlkampf war noch voll im Gange und überall hingen Fahnen der wahlwerbenden Parteien in pink und gelb. Auffallend freundliche Menschen wohin das Auge reichte und selbst die jüngsten Mädchen waren hübsch gestylt. Junge Burschen fuhren mit Mädels am Sozius ihrer Mopeds durch den Ort alle lächelten freundlich.

 

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Auch die junge, hübsche indische Krankenschwester nützte die Gelegenheit auf ein Schwätzchen mit uns. Bis auf das Krankenhauspersonal war die Klinik aber leer – ein gutes Zeichen.

 

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Den lauen Abend verbrachten wir am Oberdeck unseres Bootes mit Blick über den Hafen. Wissend, dass wir am nächsten Morgen nicht vor 08.30 Uhr auslaufen werden, ließen wir es ausnahmsweise mal ein wenig später werden. Mittlerweile hatten wir uns auch an die harten Betten gewöhnt.

 

Tag 4:

 

Noch bevor wir ausliefen machten Rudi und ich noch die Trollingruten fertig. Außen ließen wir wieder Oberflächenköder laufen und der ILAND Ilander 400 in blau/weiß erhielt einen schönen Bauchstreifen und war somit bereit für seinen ersten Einsatz am Downrigger. Wir ließen den Z-Wing 500 am Maxel Downrigger ca. 15 Meter in die Tiefe gleiten. Fixiert an Gummiband und Duo Lock Wirbel ließen wir den Köder, der bereits ca. 50 Meter hinter dem Boot lief, folgen. Es war gerade mal die Bremse eingestellt, als auch schon die Ratsche laut kreischte. Diesmal war Bernhard an der Reihe und schlüpfte in den Gimbal. Unser Captain stoppte die Motoren und der Drill konnte beginnen. Es war gegen 09.00 Uhr, als die Crew einen guten Wahoo mit 13,1 kg und 125 cm Länge gaffen konnte. Ein wunderschöner Fisch und ein glücklicher Fänger mehr an Bord.

 

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Wir waren von Kurendhoo westlich entlang des Außenatolls unterwegs und übersetzten am Nachmittag zu den Atollen Raa und Baa.

Heute war es endlich soweit, der Wind flaute ab und es blieb den ganzen Tag sonnig und sehr heiß. Nachdem wir beim Trolling keinen weiteren Biss bekamen, beschloss Captain Ibrahim am Nachmittag von einem Riff zum nächsten zu pilgern. Leider waren Windstille und Hitze auch keine Bissbringer. Erst ab 16.30 Uhr hatten wir wieder ein paar Fehlbisse zu verzeichnen. Dies aber auch erst, nachdem uns Captain Ibrahim eine (längst fällige) Lehrstunde im Führen von Stickbaits verordnet hatte. Es war aber wie verhext und kein Fisch wollte hängenbleiben.

Schließlich ging es zum Ankerplatz inmitten des Raa Atolls nahe der kleinen Insel Furaveri im südlichen Bereich des Innenatolls.

Heute war noch Nachtfischen angesagt, da wir ca. 50 Meter Wassertiefe unter dem Kiel hatten. Die Strömung war so stark, dass selbst 500 Gramm Blei weit abdrifteten bevor wir Grundkontakt bekamen. Die Köder blieben aber bis 23.00 Uhr unberührt und so gingen wir lieber in die Kojen und ließen das Nachtfischen sein.

 

Tag 5:

 

Heute ging es schon vor dem Frühstück an die Riffe am westlichen Raa Atoll. Mit Poppern und Stickbaits warfen wir unermüdlich in Richtung Riff. Zuerst gab es ein paar Fehlbisse, dann hatte ich endlich einen wirklich guten GT am Band. Leider riss nach kurzem Drill die gespleißte Schlaufe der Hauptschnur und der Fisch war mit meinem Stickbait weg. Die Montage hatte ich am Abend davor komplett neu gebunden und es ist mir ein Rätsel wie die Schlaufe reißen konnte. Ok, weiter ging der Reigen am Riff. Kurz darauf der nächste Biss – wieder ein guter GT und auch der Fisch stieg nach kurzem Drill leider aus.

Einmal mehr war es Jürgen der uns zeigte wie es geht, indem er einen guten GT mit ca. 10 kg fing. Kurz darauf legte er noch einen schönen Bluefin Trevally nach, der uns zum Abendessen bereitet wurde.

 

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Beim Übersetzen zum nächsten Riff, schrie unser Captain plötzlich: „Rapala out – quick!“ Das war ein untrügliches Zeichen, dass er einen Yellowfin-Schwarm entdeckt hatte. Tatsächlich kam ein großer Yellowfin-Schwarm geradewegs auf uns zu. Man sah die Thune aus dem Wasser springen und die Möwen begleiten das Schauspiel.

Ibrahim übergab das Ruder an seinen Co-Captain Ayya und schrie zu mir rüber: „Come on brother – we take the Dhoni – just grab your Stickbait rod and let´s go.“ Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und ich sprang mit meiner HOTS Gipang 83H bewaffnet ins Boot.

 

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Was nun folgte kann man getrost als eine „wilde Jagd“ bezeichnen. Wir hetzten auf dem kleinen Beiboot dem Yellowfin-Schwarm hinterher und stoppten immer nur auf ein bis zwei Würfe. Gleich beim zweiten Halt wies mich der Captain an, weit in Richtung Schwarm zu werfen, den Stick zuerst kurz aggressiv und dann langsam zu führen. Zack – fuhr es wie ein Blitz durch die Rute und die äußerst stark eingestellte Bremse meiner Shimano Stella 10000FA gab nur widerwillig Schnur frei. Nach kurzem aber heftigem Drill lag mein erster Yellowfin auf Stickbait im Boot. Mit 11,7 kg kein Riese aber ein guter Gegner am Spinngerät.

 

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Ein paarmal fuhren wir den Schwarm noch an und tatsächlich konnte ich noch einen zweiten Yellowfin mit 12,5 kg landen. Das war´s, wir fuhren zurück zur Nooraanee2.

Dort waren die Männer gerade dabei einen weiteren Yellowfin zu wiegen, den Jürgen zwischenzeitlich beim Trollen gefangen hatte. Diesmal war der Spro Cika im Makrelendesign erfolgreich. Der Fisch hatte 10,7 kg und war ausgesprochen schön gefärbt.

 

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Nun war es schon 13.30 Uhr und endlich Zeit für unser Mittagessen. Doch die Yellowfins wollten weiter beißen und so blieb das angerichtete Essen vorerst einsam stehen, denn „Lady Tiagra“ sang wieder ihr schönes Lied.

Diesmal war Rudi an der Reihe und er drillte seinen Tuna souverän. Ein ausgesprochen schöner Yellowfin mit 20,7 kg wurde vom Captain und dem Schiffsjungen gegafft.

 

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Nach dem Essen stoppte der Captain noch an ein paar guten Stellen zum Jiggen. Gleich bei den ersten Drops ging Bernhard ein guter Rosy Jobfish an den Haken.

 

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Gleich darauf war noch ein kleiner Tomato Cod auf meiner Rute und dann starteten wir noch eine Runde Trolling, denn die Yellowfins waren wieder in Sichtweite.

Jürgen und Bernhard fuhren mit Captain Ibrahim im Dhoni den Schwärmen nach, während Reini, Rudi und ich in der Nooraanee2 blieben. Jetzt war Reinhard an der Reihe und schon nach kurzer Zeit liefen gleichzeitig zwei Trollingruten ab. Wir dachten sofort an einen Double Strike, leider hatten sich aber die Leinen verwickelt und das machte die Sache nicht gerade einfacher. Reini drillte den Fisch an einer Rute während Amo und ich versuchten die zweite Schnur samt Vorfach und Köder dabei zu entfernen. Bis das schließlich gelungen war, stand der Fisch genau unter dem Boot. Reini folgte dem Fisch bis an den Bug und dort drillte er den Fisch schließlich an die Oberfläche. Noch ein Yellowfin Tuna mit 11,7 kg an Bord.

 

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Was für ein außergewöhnlicher Tag. Wir ankerten schließlich im Inneren des Raa Atolls, nahe der Insel Fasmendhoo. Zum Abendessen gab es diesmal neben leckeren Tunasteaks auch noch Sashimi, wie es frischer nicht sein konnte.

 

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Nach dem Abendessen machten sich im Scheinwerferlicht hinter dem Boot einige Bonitos an die unzähligen kleinen Schwarmfische heran. Mit einem kleinen Wobbler konnte Bernhard ein paar der kleinen Räuber fangen. Zwei Stück gingen als Livebait in Richtung Grund und die anderen in die Küche. Als die Bonitos schließlich weg waren, tauchten plötzlich Squids auf. Die waren aber irgendwie schlauer als wir, denn es ließ sich keiner von uns fangen. Das galt übrigens auch für die ausgelegten Livebaits, auch hier gab es leider keine Berührung.

 

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Dieser Tag, den wir fast ausschließlich vor dem Bodu Faru Riff verbracht hatten, wird als „Yellowfin Day“ in die Geschichte des Fischerstammtisches eingehen.

Tag 6:

 

Heute startete Captain Ibrahim schon gegen 06.30 Uhr die Motoren und ließ die Anker liften. Wir fuhren vom Ankerplatz los in Richtung Außenriff des Raa Atolls und kurz darauf ließen wir schon zwei Rapala Wobbler hinter dem Boot raus. Bald darauf ein Strike, diesmal aber leider kein Yellowfi, sondern ein Zivilisationssünde in Form eines Plastiksacks.

Der nächste Stopp galt einer Runde Jigging. Diesmal sicherte Rudi mit einem Tomato Hind unser Abendessen und mir ging ein Green Jobfish an den Haken.

 

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Das war auch schon alles und wir fuhren weiter um die Riffe im Nahbereich mit Stickbaits und Poppern zu befischen. Hier konnte Bernhard wenigstens einen sehr schönen Red Bass fangen, denn sonst blieben die GT´s unseren Ködern fern.

 

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Nach dem Mittagessen hatte endlich auch Reini Erfolg beim Poppern. Eine neue Gattung in unserer Liste – diesmal war ein Big Eye Trevally an Deck gekommen.

 

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Die nächsten Stunden verbrachten wir auf der kleinen Insel Kottafaru mit Schnorcheln und Baden. Eine willkommene Abwechslung und gleichzeitig Erholung für die geschundenen Wurfarme.

 

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Am späteren Nachmittag versuchten wir nochmal beim Poppern unser Glück, doch vergebens. Wir fuhren schließlich zum Ankerplatz nahe der Insel Giraavaru und ließen den Tag mal gemütlich ausklingen. Nicht mal einen Groundbait ließen wir diesen Abend runter und um 21.30 Uhr waren alle im Bett.

Das könnte auch am fantastischen Abendessen gelegen haben. Diesmal gab es Tomato Cod im Ganzen gebraten, Red Bass in Curry Sauce und Tunasteaks natur. Die Beilagen mussten wir fast sein lassen, so viel ausgezeichneter Fisch wurde serviert.

 

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Tag 7:

 

Der siebente Tag unserer Reise ging gleich gut los. Gleich am Morgen fing Bernhard einen stattlichen Bluefin und Jürgen einen Big Eye Trevally.

 

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Endlich waren auch Popper mal erfolgreich und auch der Lieblingsköder von Bernhard – der Savage Gear Freestyler – konnte wieder punkten.

Nach dem Frühstück bekam Jürgen einen hammerharten Biss auf seinen River2Sea Dumbbell Pop 200 in pink/weiß. Ein großer GT hatte sich den Köder geschnappt und war nicht zu stoppen. Trotz starker Bremseinstellung der Shimano Stella 10000FA hatte der Fisch schon zwei Drittel der 80 lbs Jerry Brown Hollow abgezogen. Der Captain beschloss das Dhoni zu benutzen, um dem GT zu folgen. Kurz nachdem beide bereits im Beiboot waren und es losgehen konnte plötzlich ein kurzer Schlag durch die Rute und die Schnur war ab. Die Hauptschnur war mittig gerissen. Lange Gesichter am Boot, denn es war wie ein Fluch – die großen Fische rissen entweder ab oder schafften es sich von den Haken zu lösen.

Am späteren Vormittag ging dann Jürgen wenigstens noch ein wunderschön gezeichneter Brown-marbled Grouper (Epinephelus fuscogutattus)  an den Haken, den wir zum Abendessen wiedersehen sollten.

 

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Rudi fing zwischenzeitlich den ersten und leider auch einzigen Dogtooth Tuna dieser Reise auf Stickbait.

 

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Plötzlich war ein Yellowfin-Schwarm in Reichweite und die Fische sprangen fast direkt vor unseren Füßen aus dem Wasser. Alle Köder flogen in Richtung Schwarm, doch außer einem Anfasser bei Bernhard konnten wir keinen Tuna haken. So schnell wie sie gekommen sind, waren die Tunas auch schon wieder weg.

Kurz darauf war schon wieder Bernhard am Drillen und der große Fisch forderte alles. Leider schaffte es auch dieser Fisch sich in einen Korallenstock zu flüchten und wieder riss die Hauptschnur.

Zur Versöhnung, fing Bernhard aber dann noch am Vormittag einen kapitalen Red Bass der Klasse 10 kg+.

 

Kugelrund wie ein Karpfen – Bernhards Red Bass
Kugelrund wie ein Karpfen – Bernhards Red Bass

 

Das war´s dann, bis auf eine Menge Fehlbisse waren keine Erfolge mehr zu verzeichnen. Die Arme waren lang und schmerzten alle Angler gewaltig. Nach dem Mittagessen, wo wir den Bluefin Trevally vom Vormittag verzehren durften, ging es für die meisten von uns mal in Ruhestellung.

Zuvor ließen wir aber noch einen ILAND Ilander in blau/weiß und einen Moldcraft Wide Range in gelb/grün hinter dem Boot raus. Beide Köder garnierten wir wieder mit Bauchlappen unserer letzten Fänge. Wir schleppten nun westlich des Raa Atolls in nördlicher Richtung und dann weiter Richtung Osten zum Noonu Atoll.

Kurz bevor wir unseren Ankerplatz in unmittelbarer Nähe der Insel Holhudhoo im südlichen Teil des Noonu Atoos erreichten, konnte noch ein Wahoo dem Ilander Lure nicht wiederstehen. Ich war an der Reihe zu drillen und so durfte ich nach kurzem Drill einen 114 cm Wahoo an Bord holen.

 

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Innerhalb weniger Minuten war der Fisch in handliche Filets zerlegt und in der Gefriertruhe verschwunden.

Zum Abendessen wurde der Grouper im Ganzen serviert, wahrlich ein Gaumenschmaus.

Nachher versuchten wir noch unser Glück mit kleinen Jigs im Scheinwerferlicht am Heck der Nooraanee2. Jürgen hakte einen kleinen Barracuda, der kurzerhand als Livebait umfunktioniert wieder zu Wasser gelassen wurde. Große Schwärme kleiner silberner Fische wurden ebenso vom Licht angelockt. Dieses Schauspiel lockte auch andere Räuber wie Needlefish und Squids an.

Die kleineren Tintenfische ließen sich nicht vom zu großen Squidlure in Orange verführen. Später kam aber noch ein richtig großer Squid ans Boot der den Köder sofort nahm. Der Koch freute sich über diese Ergänzung im Speiseplan.

 

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 Tag 8:

 

Unser Weg führte uns schon früh zu den Riffen am südlichen Ende des Noonu Atolls.

 

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GT-technisch war es wieder Jürgens Tag. Er konnte gleich 2 gute GT´s mit ca. 12 und ca. 15 kg präsentieren.

 

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Nach ein paar weiteren Driften mussten wir aber los, denn für unsere Rückreise in Richtung Süden wurde es höchste Zeit. Beim Überqueren des Channels in Richtung Lhaviyani Atoll ließen wir wieder 3 mit Fischstreifen garnierte Trollinglures hinter dem Boot spielen. Die mittlere Rute lief wieder mit dem ILAND Ilander am Downrigger.

Der nächste Biss kam wieder am Downrigger und plötzlich schraubte sich ein massiger Körper aus dem Wasser. „Sail on“ – schallte es über das Deck und Bernhard übernahm die Rute.

Nach einem heftigen Drill an der 30er Rute musste sich ein kapitaler Sail mit ca. 45 kg und 260 cm Länge geschlagen geben. Leider misslang der Versuch den Sail zu releasen und deshalb wurde er von der Mannschaft verwertet. Das war einerseits zwar sehr schade, andererseits hatten wir Gelegenheit für eine ausgiebige Fotosession. Damit hatten wir eigentlich nicht gerechnet, denn der Plan war alle gefangenen Schwertträger ausnahmslos zurückzusetzen.

 

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Wir nahmen gleich wieder Fahrt auf und die Ruten wurden neu bestückt. Tatsächlich hatten wir schon im Bereich des Lhaviyani Atolls noch einen Biss – wieder auf den Köder am Downrigger. Ein Wahoo mit ca. 110 cm wurde von Jürgen an Bord geholt.

 

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Den späten Nachmittag versuchten wir noch ein paar Würfe mit Popper und Stickbait. Bis auf ein paar Fehlbisse ließ sich aber kein Fisch zum Landgang bewegen. Die letzte Nacht verbrachten wir wieder im Hafen der Insel Kurendhoo.

Tag 9:

 

Der letzte Tag unserer Reise war angebrochen. Der Weg führte uns weiter in Richtung Süden über den Channel zurück zum Male Atoll.

Für die Querung des Channels riggten Jürgen und ich nochmals wie gewohnt unsere ILANDER mit Bauchstreifen.

 

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Um 09.00 Uhr plötzlich ein Biss und die Spule der Shimano Tiagra 30 lief rasant ab. Rudi übernahm die Rute und versuchte Schnur zurück auf die Spule zu bringen. Der Captain meinte, das wäre wahrscheinlich ein Dogtooth Tuna in guter Größe, als plötzlich rechts vom Boot ein gewaltiger Fisch aus dem Wasser sprang. „Marlin!“ – allen stand die Freunde ins Gesicht geschrieben. Der Fisch nahm wieder rasant Schnur und Rudi begann sich berechtigt um die Schnurfassung Gedanken zu machen, denn die Rolle leerte sich schon wieder. Nach etwa 15 Minuten drehte der Marlin und schwamm auf uns zu. Rudi kurbelte wie verrückt die lose Schnur auf und einen kurzen Moment sah es noch so aus, als bliebe der Marlin vor dem Boot auf Tiefe. Er ließ sich langsam pumpen, entschied sich dann aber leider unter dem Boot durchzuschwimmen. Der Captain konnte unser großes Boot nicht schnell genug bewegen und schon war es passiert. Die Hauptschnur scheuerte sich am Schiffsrumpf durch.

Alle waren momentan enttäuscht, aber im Endeffekt zählte dann doch die Tatsache, dass wir tatsächlichen einen Marlin haken konnten. Fangen werden wir ihn beim nächsten Mal. Captain Ibrahim meinte nur trocken: „Black Marlin – good size – about 200 kg“.

Wir bestückten neu und gegen 10.30 Uhr dann der nächste Biss, doch der Fisch konnte sich losreißen.

Leine wieder raus und zwei Minuten später kreischte die Ratsche schon wieder. Reini konnte zum Abschluss unserer Reise noch einen wunderschön gefärbten Dorado an Bord bringen.

 

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Um 13.30 Uhr holten wir schließlich alle Ruten ein, versorgten das Gerät und begannen mit dem Packen der Koffer. Um 15.30 Uhr kamen wir wieder im Hafen vor dem Flughafen in Male an.

 

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Ahmed kam mit seinem Sohn noch zum Flughafen um sich noch von uns zu verabschieden. Es war genügend Zeit für ein sehr nettes Gespräch bevor wir das Gepäck eincheckten und wieder in den Flieger stiegen.

 

RESUMEE:

 

Wenn man bedenkt, dass die Windverhältnisse schlecht waren, keiner von uns vor dieser Reise je einen Popper/Stickbait geworfen, einen Speedjig geführt oder mit einer Big Game Rute hantiert hatte, sind wir sehr zufrieden mit unserem Fangerfolg und auch mit der Vielfalt der gefangenen Fische.

Das ist zum überwiegenden Teil Captain Ibrahim zu verdanken. Durch seine ausgezeichnete Gewässerkenntnis hat er uns zu den richtigen Angelstellen gebracht und mit viel Geduld vermittelt, wie die verschiedenen Köder richtig und vor allem fängig zu führen sind.

Wir haben trotz guter Ausrüstung unser Lehrgeld bezahlt. Das Potential der Malediven ist noch immer sehr gut und als „Einsteiger-Revier“ könnte ich mir keine bessere Destination vorstellen.

Ehrlich gesagt gelang es uns gerade Mal an der „Oberfläche zu kratzen“. Beim nächsten Mal – und das wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit geben – sollte es uns  hoffentlich gelingen, auch die großen GT´s zu fangen, die diesmal allesamt als Sieger aus den Drills hervorgingen.

 

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Reihe stehend – von links nach rechts:

Jürgen, Willi, Bernhard, Rudi und Reini

Reihe kniend- von links nach rechts:

Amo, Ayya, Siva, Mohammed und Ibrahim

 

© Wilfried Brocks 2014