„Norwegen war ja immer schon eines unserer Lieblings-Ziele für gemeinsame Angelreisen. Im Laufe der Jahre haben wir so einige sehenswerte Locations ausgewählt und besucht. Umso schwieriger ist es, unter den vielen guten Camps im Hohen Norden „das eine, das besondere“ zu finden. Mit unserem Entschluss nach Sandland Brygge zu reisen, haben wir für uns eine Top-Destination entdeckt, die uns diesem Ziel sehr nahe gebracht hat.
VORGESCHICHTE:
Eigentlich sollte der Titel „Sandland Brygge 2021“ lauten, den ursprünglich hatten wir diese Reise für August dieses Jahres gebucht. Aufgrund der hinlänglich bekannten Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie mussten wir aber zuerst auf 2022 und schließlich wegen einer neuerlichen Terminkollision mit unserer ebenfalls bereits gebuchten Australien-Tour auf August 2023 verschoben werden.
Im Vergleich zu anderen Angelreiseanbietern war dies mit Hilfe von Stina vom Camp Sandland Brygge alles überhaupt kein Thema. Geleistete Anzahlungen wurden gutgeschrieben und neue Termine die für alle 10 Teilnehmer passten umgebucht.
Diesmal war unsere Reise eigentlich für 12 Mann geplant, aber leider konnten Max und Karl aufgrund persönlicher Umstände kurzfristig doch nicht mitkommen. Mit 10 Mann war der Zwettler Fischerstammtisch diesmal aber trotzdem in einer noch nie dagewesenen Anzahl vertreten.
ANREISE:
Jürgen, Hans und David starteten die Anreise als Roadtrip mit dem frisch „gebrandeten“ Pickup und standesgemäß mit den dazu passenden T-Shirts d bereits am 08.08.2023.
Der Rest von uns flog von Wien Schwechat nach Oslo, weiter nach Tromsö und schließlich nach Alta. In Oslo stieß Christian zu uns, der aus beruflichen Gründen direkt aus Brüssel anreiste.
Obwohl wir ab Wien unser gesamtes Gepäck nach Alta „durchgecheckt“ hatten, mussten wir in Oslo wie gewohnt alles wieder abholen und neu einchecken. Sowohl unser Reisebüro als auch die Schalterbediensteten am Flughafen Wien hatten uns gegenteiliges zugesagt – gut, dass wir dem Frieden nicht getraut haben und einen späteren Anschlussflug gebucht hatten. Denn mit der ursprünglichen Aufenthaltszeit von ca. 1 Stunde in Oslo wäre sich das alles ohnehin nicht ausgegangen.
Die Info, dass alle das Gepäck neu einchecken müssen, kam erst per Durchsage im Flieger beim Landeanflug auf Oslo – vorher hat davon niemand was gewusst … immer wieder spannend!
Leider fehlte bereits bei der Anreise das Hauptgepäck von Gio. Es blieb aus welchen Gründen auch immer in Wien zurück. Der Lost-and-Found-Service in Oslo war so ziemlich das mieseste, was uns auf unseren Reisen bisher untergekommen ist. Inkompetentes, komplett überfordertes Personal – keine Information – ewige Wartezeiten und zuletzt bekommt man nach 1 Stunde den Tipp das besser doch online zu machen, denn am Schalter könne ohnehin nichts geregelt werden …..
Ok, wir haben es schließlich geschafft das vermisste Gepäcksstück online zu registrieren und beschlossen, uns davon nicht die Vorfreude vermiesen zu lassen. Ab in den Flieger und weiter in Richtung Norden.

Nach unserer Ankunft im Hotel Scandic Alta um 22.45 Uhr bekamen wir gerade noch 1 Bier an der Hotelbar, denn um 23.00 Uhr ist Sperrstunde und das ist auch tatsächlich auf die Minute so!
Das Hotel war komplett ausgebucht, da wir mitten in das Radrennen „Arctic Race of Norway 2023“ geplatzt waren. Zum Glück hatten wir rechtzeitig gebucht, denn Zimmer in Alta sind eher Mangelware.
Da wir unser gesamtes Angelgepäck ins Hotel bringen mussten, buchte ich via Alta Taxi ein 8-Personen Taxi samt Anhänger. Im Hotel selbst waren sie so freundlich uns einen Seminarraum gleich bei der Lobby zur Verfügung zu stellen, damit wir nicht alles auf die Zimmer schleppen müssen. Dafür bekamen wir eine eigene Schlüsselkarte, die wir auch noch benutzen durften, als wir eigentlich schon ausgecheckt waren. Tolles Service – freundliches Personal – schöne Zimmer – hervorragendes Frühstück – eine ehrliche Empfehlung!

Gleich vor dem Hotel befindet sich die Nordlyskatedralen Alta Kirke – also die Nordlichtkathedrale Alta. Für uns Österreicher, die wir doch eher gotische und barocke Kirchen gewohnt sind, mal was ganz anderes. Sehr modern – sehr klar – ansprechend – muss man gesehen haben, wenn man in der Gegend ist.

Das Zusammentreffen der ganzen Truppe fand schließlich im Restaurant „Erica mat og vinbar“ unweit des Hotels Sandic Alta statt. Das äußerst gemütliche Restaurant ist sowohl über die AMFI Shopping Mall als auch über die Fußgängerzone zu erreichen. Super Service – nette Bedienung – gutes Essen. Speziell das Mittagsbuffet ab 11.00 Uhr ist empfehlenswert. Aber wir fanden auch die Burger und die Muscheln ausgezeichnet. Dazu noch ein „Nordlands Pils“ vom Fass und alles ist gut.

Die meisten Lebensmittel hatten wir ja in unseren „Fisch-Kisten“ bereits aus Österreich bei uns. Da wir aber diesmal ab Alta auch einen Pickup Truck zur Verfügung hatten, versorgten wir uns in Alta mit Kartoffeln, Gemüse, diverser anderer Frischware, einer Unmenge an Küchenrolle und einem angemessenen Biervorrat.
Unsere Favoriten bei den lokalen Bieren waren:
- Nordlands Pils
- Isbjørn Pilsner
- Arctic Beer
Diese Kandidaten ensprechen noch am ehesten unseren „österreichischen Geschmack“ was Bier betrifft. Für unsere „Nicht-Bier-Trinker“ haben wir auch ein paar Heineken Pilsener mitgenommen 😉

Nach dem Essen haben wir noch das Einkaufszentrum besucht. Gut sortierte Sport-Geschäfte mit Funktionskleidung für alle nur erdenklichen Sportarten bieten reichlich Auswahl. Eine kleine Angelecke findet am auch in jedem der Shops. Da wir noch mit Buckellachsen in Sandland Brygge rechneten, haben wir uns noch mit einer Auswahl an Küstenblinkern in 40-60 Gramm versorgt.
Punkt 16.30 Uhr war unser bestelltes Taxi samt Anhänger wieder beim Hotel und weiter ging unsere Anreise in Richtung Øksfjord wo das Schnellboot in Richtung Sandland Brygge ablegte.
Abfahrt der Fähre um 19.10 Uhr – Ankunft schon um 20.09 Uhr – eine Stunde früher als im Fahrplan vermerkt. Das war eine äußerst positive Überraschung.
Stina und Steinar empfingen uns am Anleger des Schnellboots mit einem freundlichen Lächeln. Das gesamte Reisegepäck wurde in einen Kleinbus gepackt und direkt zu den Quartieren gefahren.
Schnell noch die Zimmerbelegung besprochen, das Gepäck in die Zimmer getragen und dann war der gemeinsame Treffpunkt das „Blue House“ auf ein gemeinsames „Ankommen-Bierchen“.

Dazu gab es noch ein deftiges Abendessen bestehend aus guten „Käsekrainern und Bratwürsten“ aus Österreich.

Es ging relativ bald ins Bett, denn für den kommenden Tag war bereits am Vormittag einiges geplant.
DIE ANGELTOUREN:
19.08.2023:
So rasch wie vielleicht gedacht, ging es dann doch nicht zur Sache. Es war mal Ausschlafen angesagt und um 10.30 Uhr trafen wir uns alle im Camp-Büro zur Information und allgemeinen Einweisung durch Steinar und Stina.

Briefing durch Stina
Ein kurzer Blick über den kleinen Shop und die Leihköder zeigten, dass wir mit unserer Pilker-Auswahl nicht so schlecht lagen – alle unsere Favoriten waren hier ebenso vertreten.
Danach wurden die Boote und Tankschlüssel an die Kapitäne übergeben und jeder bekam eine detaillierte Einweisung direkt auf seinem Boot.
MARHOLMEN (Wideboat 650) – Captain Thomsi, Crew Gio und Reini
SKAVNAKK (Wideboat 650) – Captain Jürgen, Crew Hans und Rudi
SILDA (Wideboat 750) – Captain Willi, Crew Christian, Jürgen K. und Bernhard
Ein Gruppenfoto von „Team Sandland Brygge 2023“ darf natürlich auch nicht fehlen:
Der erste Tag fiel mal unter „Gewöhnung ans Gerät“ und Erkundung von Camp und Umgebung. Lediglich die SILDA lief um 15.30 Uhr aus und erkundete die Lage auf See. Dabei blieben innerhalb des Fjords ein paar Küchendorsche hängen, die wir am Abend gemeinsam genossen.
20.08.2023:
Eine ganz neue Erfahrung waren für uns die immer und überall präsenten Rentiere. Ein Blick aus dem Fenster in Richtung Fjord und davor die mächtigen Geweihe eines der Leittiere. Das musste auch fotografisch festgehalten werden.
Die Wetter-Vorhersage war grundsätzlich nicht schlecht für diesen Tag, aber es sollte doch noch knackig windig werden. Das hielt 2 von 3 Bootscrews vom Ausfahren ab.
Alternativ gab es einen Ausflug zu einem nahen Bergsee. Boote sowie Zubehör zur Lachs- und Forellenpirsch sind im Camp-Büro erhältlich. Anfahrt per Leihrad oder freundlich fragen ob Stina oder Steinar Zeit für einen kurzen „Taxidienst“ haben.
Die SILDA stach also wieder in See und wurde mit Steinbeißer, Dorsch, Köhler und immerhin 2 Heilbutt belohnt. Es wurde zwar windig, aber im Schutz der vorgelagerten Insel SILDA war das ganze kein Thema.
Als Bernhard den 1. Steinbeißer auf 400er „Bergmann“ fing, läutete er eine Lernstunde zum Fang von Steinbeißern an Bord ein:
- Fischfetzen an den Drilling
- 2 x kräftig den Pilker auf den Grund aufschlagen lassen
- Pilker ca. 20 cm vom Grund anheben
- Zaghafter Biss folgt ….. bei Zug Anschlagen
Das erstaunliche war, das all diese Punkte in Echtzeit auch stattfanden und er auf Ansage den 2. Steinbeißer fing.
Damit waren alle an Bord im Bilde und versuchten ebenfalls ihr Glück. Der Erfolg gab uns Recht und wir hatten in relativ kurzer Zeit einige Steinbeißer in der Fischkiste. Ein Dorsch und ein „90er – Küchen-Heilbutt“ vergriff sich auch am „Bergmann-Pilker“ mit Fischfetzen-Garnierung. Das alles ergab einmal gebackenes „Fisch-Allerlei“ vom Heilbutt, Steinbeißer und Dorsch.
21.08.2023:
Die Prognose für Wind und Wetter waren hervorragend und alle 3 Boote brachen vormittags gemeinsam auf.
Wir starteten am Fjord-Ausgang und verlegten dann aber relativ rasch an die nördliche Spitze von Loppa. Von dort befischten wir die gesamte westliche Küste der Insel von Nord nach Süd. Hier sind auf teils felsigem Untergrund viele Steinbeißer „daheim“ und einige konnten wir zur Mitfahrt überreden. In der Nähe befinden sich auch einige Unterwasserberge und Plateaus, die wir im Laufe des Tages auch noch befischten.

Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Nachdem alle Boote gute Fänge an Steinbeißer, Dorsch und Köhler verzeichnen konnten, hatten wir am 3. Fangtag mal richtig Arbeit, bis alle Fische filetiert, portioniert und vakuumiert waren.
22.08.2023:
Da das Wetter weiterhin stabil blieb, waren diesmal die Unterwasser-Plateaus, die im offenen Meer vor dem Fjord eine regelrechte Kette von West nach Ost bildeten, unser Ziel. Wir hatten uns bereits am Vorabend ein paar Plateaus herausgesucht, die von ca. 50-60 auf 70-90 Meter abfallen. Schnell die Wegpunkte im Plotter auf dem Boot gesetzt und los ging es bei bestem Angelwetter.
Die hervorragenden Boote und die gute Motorisierung ließen Reisegeschwindigkeiten von 40-50 km/h zu. Somit waren wir in relativ kurzer Zeit mitten im Angelgebiet angekommen. Am ersten Spot ließen wir sofort 4 Ruten mit Pilkern zum Grund. Einmal „angepilkt“ und 3 von 4 Ruten waren krumm. Wir hatten einen Dorsch-Schwarm gefunden, der in der nächsten Stunde einige richtig gute Fische hergeben sollte.




Neben einer Vielzahl von Dorschen zwischen 3 und 8 kg kamen auch einige kapitale Kandidaten mit 14, 15, 17 und über 20 kg an Deck. Im Grunde hatten wir mit einer langen Drift alle Fischkisten gut gefüllt und brachen früher zurück auf ins Camp.
Ein paar Erinnerungsfotos in der „Sandland Brygge – Fotoecke“ müssen auch noch sein, bevor es ans Filetieren geht.
Die Versorgung der vielen Fische machte einen „Stationen-Betrieb“ im Filetierhaus für unumgänglich. Eine Gruppe filetierte, portionierte und kontrollierte die Fische auf Nematoden, die leider auch hier vorkommen. Da wir auf eine Versorgung ohne Süßwasser schwören, wurden die Filets nachher nur in Meerwasser gespült, anschließend mit Küchenrolle getrocknet und an Ort und Stelle vakuumiert.

Die britischen Angler im Camp verfolgten unser Treiben mit verwunderten Blicken – im Endeffekt kam einer der Männer zu uns rüber und kommentierte unsere Aktion mit – „You guys are the gods of fishing! I have never seen a group of fishermen more organized!” Wir bedankten uns für das nette Kompliment, aber im Grund war diese Vorgangsweise zwingend notwendig um unseren Fang in halbwegs angemessener Zeit versorgen zu können.
Nach der Beschriftung erfolgte die Aufteilung an alle Angler. Während wir im Filetierhaus im Akkord arbeiteten, standen Rudi und Hans bereits in der Küche des „Blue House“ und zauberten wieder ein köstliches Abendessen.
Zwischenzeitlich war auch die Sonne untergegangen und das Camp zeigte sich in einem ganz anderen Licht.
23.08.2023:
Nach den Fängen des Vortages und der doch etwas länger andauernden „Nachbesprechung“ war am nächsten Tag mal Ausschlafen angesagt. Schließlich waren wir ja auf Urlaub und nicht auf der Flucht. Das Frühstück war diesmal eher ein „Brunch“ und bis wir uns wieder auf See befanden war es doch fast Mittag.
Das Wetter hielt und wir fuhren wieder raus aufs offene Meer. Auch heute ließen die Fänge nicht lange auf sich warten. Christian fing einen schönen Dorsch und Köhler nach dem anderen und wir übrigen Angler ärgerten sich zwischenzeitlich mit den in Unmengen vorkommenden „Klein-Lumbs“. Zwischendurch waren aber immer wieder schöne Küchendorsche und Köhler am Haken.
Nach einem kurzen Platzwechsel hing plötzlich bei Rudi auf der SKAVNAKK ein richtig guter Rotbarsch am Pilker. Alle Mann fingen augenblicklich an die Rotbarsch-Systeme und Pilker zu montieren und siehe da, es ließen sich noch einige gute Exemplare fangen. Schließlich war eine schöne Strecke Rotbarsche in der Fischkiste. Unser 5. Tag auf See war im Endeffekt auch wieder von guten Fängen gekrönt.
Nach 4 Tagen Fisch waren heute mal eine Ladung Grillkoteletts mit Bratkartoffeln und Tomatensalat fällig. Wir sind zwar alle begeisterte Fischesser, aber jeden Tag muss es auch nicht sein.
24.08.2023:
Immer wieder ein göttlicher Anblick, wenn der Tag anbricht und die Sonne über dem Fjord vor Sandland Brygge aufgeht. Bei strahlendem Sonnenschein und „Ententeich“ ging es nach dem Frühstück mit Vollgas aufs Meer.
Tag 5 fing mit der „Heilbuttjagd“ an. Bisher hatten wir zwar einige „Rookies“ als Beifang erwischt, aber ein paar größere Heilbutts waren noch dem der To do – Liste. Wir hatten uns bei den anderen Booten ein wenig nach guten Heilbutt-Stellen umgehört und auch einige Ratschläge bekommen. Wir fuhren einige Stellen an und versuchten unser Glück mit Gummi und Naturködermontagen. Unsere Gummifische wurden gänzlich ignoriert und auf Naturköder fingen wir ausschließlich Steinbeißer und Lumb. Die Liste der Beifänge war also wieder groß, aber der Zielfisch ließ auf sich warten.
Um ehrlich zu sein, war uns das aber auch egal, weil wir einen so unglaublich schönen Tag auf See hatten. Diesmal war auch keiner der Truppe mit Seekrankheit gestraft – einfach phantastisch mal so einen „Sommertag“ im Hohen Norden zu erleben.
Zwischen all den kleinen Lumben die unsere Naturköder langsam zerfetzten lauerten aber auch Exemplare mit 4-5 kg. Davon konnten wir 2 zum Landgang überreden. Das Abendessen hatte somit ein weites Highlight – frischer Lumb ist in dieser Größe eine absolute Delikatesse.
25.08.2023:
Top motiviert liefen wieder alle 3 Boote aus um die „Operation Heilbutt 2.0“ zu starten. Als 1. Station fuhren wir zur „Halibut Bay“ ….. nomen est omen, wo wir uns doch einige Bisse erwarteten.
Die Köderfische ließen sie zum Glück nicht lange bitten und so waren wir binnen einer Stunde am Spot und bereiteten unsere Montagen vor. Um alle Eventualitäten auch abzudecken präsentierten wir unsere „Köder-Köhler“ auf verschiedene Art und Weise. Ein Teil von den Anglern setzte auf die bewährten „Balzer Giant Jighead Dead Bait Köpfe“, die mit ganzen Fischen bestückt wurden. Die anderen versuchten mit „Moochingblei Montagen“ kombiniert mit „Flatterfisch“ am Circle Hook zu punkten.
Die Drift drückte uns Richtung Ufer und so manövrierten wir unsere Boote zum Buchtausgang um optimal nebeneinander in Sichtweite driften zu können.
Nach nicht einmal 10 Minuten hatte ich bereits einen kräftigen „Run“. Ich ließ den Fisch ein paar Meter abziehen, bevor ich den Bremshebel meiner Alutecnos Gorilla 6V langsam in Richtung „Strike“ schob. Der Circle Hook fasste sauber und der Drill begann. Nach kurzer Zeit war klar, es dürfte sich um unseren Zielfisch handeln, der immer wieder Schnur nahm. Nach vorsichtigem Drill war der Heilbutt an Bord. Auch kein Riese, aber ein schöner Speisefisch – Mission zumindest „ansatzweise“ erfüllt.
mein Heilbutt versorgt, hatte Jürgen K. einen guten Biss auf die Balzer Giant Jighead Dead Bait – Montage. Ein Heilbutt gleicher Größe war schon bald neben dem Boot. Leider nützte der Fisch seine Chance und entkam beim Versuch ihn zu gaffen. Auch ein kurz darauf auf die gleiche Montage gefangener etwas kleinerer Heilbutt stieg bei der Landung aus. Das war eher ein frustrierendes Erlebnis, da es die ersten Heilbuttfänge von Jürgen gewesen wären. Aber egal, das ist Fischen und wenigstens haben wir den Fang gesehen und einschätzen können.
Zwischenzeitlich war auch Gio auf der MARHOLMEN auf die Balzer Giant Jighead Dead Bait – Montage erfolgreich. Auch kein kapitaler Fang, aber Mission erfüllt.
Leider waren wir auf den nachfolgenden Spots rund um SILDA nicht mehr erfolgreich und so endete unsere Heilbuttjagd mit 4 Bissen. Im Grunde nicht so schlecht, aber ein wenig größer hätten sie schon ausfallen können.
Am Abend verwöhnte uns Jürgen mit der legendären Fischsuppe „A la Brigadier Schmid“. Ein Klassiker, der nach einem Rezept meines Ex-Chefs auf keiner unserer Norwegenreisen fehlen darf.

26.08.2023:
Eigentlich wollten wir unsere „Heilbutt-Challange“ fortsetzen, aber die Drift war dermaßen schwach, dass wir uns kaum vom Fleck bewegten. Ein vernünftiges Absuchen einer Fläche mit den Naturködern war also kaum möglich. Wir gaben der Sache zwar trotzdem eine Chance, aber nach ein paar Stunden beschlossen Berni, Jürgen K. und ich nochmal raus aufs Außenriff zu fahren.
Erstens erhofften wir uns eine bessere Bissfrequenz nach einer langen „Durststrecke“ beim Naturköder-Baden. Wenn sich bei dieser Angelei so gar nichts tut, dann wird es mit der Zeit auch ein wenig langweilig. Außerdem wussten wir, dass noch ein paar gute Fische fehlen um auch alle Fischkisten mit frischem Filet zu füllen. Also Gashebel auf den Tisch gelegt und raus aus dem Fjord.
Wie zuletzt haben wir nach kurzer Suche am 3. Spot einen Köhler-Schwarm mit richtig guten Exemplaren gefunden. Es waren einige Fische dabei, die an der Metermarke kratzten.
Auch ein paar gute Dorsche bis um die 15 kg waren wieder dabei.
Nachdem wieder 2 Fischkisten gut gefüllt waren, machten wir uns auf den Weg zurück ins Camp. Es langen ja wieder ein paar Stunden Fischversorgung vor uns.
Ein letztes Mal brieten unsere Meisterköche noch einen bunten Mix aus Seefisch. Diesmal in Bierteig mit dreierlei Soßen. Was soll ich sagen, die beiden Jungs könnten ohne weiteres morgen ein Restaurant eröffnen.
Für den Abend hatte Christian für unsere Truppe das Grillhaus reserviert. Gegrillt haben wir zwar nichts, aber ein paar Bierchen vor dem Lagerfeuer waren ein guter Abschluss einer ereignisreichen und erfolgreichen Reise.
27.08.2023:
Der letzte Tag im Camp stand im Zeichen von Bootsreinigung, Gerätepflege, Relaxen und Fotoshootings.
Ich wollte vor allem noch ein paar gute Aufnahmen von der ganzen Anlage machen und die Rentiere noch einmal vor die Linse bekommen. Obwohl die Rentierherden eigentlich immer irgendwo im Ort umherlaufen, sind sie doch etwas scheu. Eine Annäherung um mit dem Handy ein paar Aufnahmen zu machen funktionierte nur bedingt. Erst mit der Spiegelreflexkamera und 200er-Objektiv waren die Erfolge besser.
Rentiere am weißen Sandstrand im hohen Norden Norwegens ist doch ein Anblick, den man nicht alle Tage vor sich hat.
DIE RÜCKREISE:
Steinar hatte sich bereits für 28.07.2023, 05:00 Uhr mit dem Shuttle angekündigt. Entsprechend früh fing unser aller Tag an. Die Heimreise sollte sich noch um vieles anstrengender erweisen, als der Weg hierher, aber dazu später.
Der 1. Teil der Heimreise klappte wie am Schnürchen – wie übrigens alles im Camp. Das Gepäck war schnell verladen und auch das Schnellboot war pünktlich am Ableger. Eine kurze Verabschiedung und wir waren schon auf dem Weg in Richtung Alta.
Vom Hafen ging es per Taxi zum Flughafen …. Das könnte man aber auch zu Fuß laufen, aber wir waren faul und wollten das ganze Gepäck nicht schleppen.
Am Flughafen selbst war noch kein wirklicher Betrieb. Die junge Dame am Schalter war zu Beginn wenig begeistert von unserem Wunsche gleich das gesamte Reisegepäck einzuchecken. Mit viel Charme konnten wir sie aber doch überzeugen und auch der grimmig anmutende Herr vom Großgepäck ließ sich schließlich erweichen unsere Rutenrohre mitzunehmen.
Nachdem das mal erledigt war, fuhren wir noch in Zentrum von Alta, wo wir nochmal im Restaurant „Erica mat og vinbar“ Pizza und Burger vergönnten. Gestärkt ging es dann zurück zum Flughafen und ab in Richtung Heimat.
Zuerst hatten wir noch eine Zwischenlandung in Oslo und Frankfurt, bevor wir nach Mitternacht schließlich wieder in Wien ankamen. Der Kurzstopp in Frankfurt führte dazu, dass wir im Laufschritt gerade noch unseren Anschlussflug erreichten. Natürlich fehlten bei der Ankunft am Flughafen Wien Schwechat insgesamt 4 Gepäcksstücke, die verteilt auf Oslo und Frankfurt irgendwo stehengeblieben sind.
Zwei der Gepäcksstücke waren mit Fischfilet gefüllt, weshalb die Diskussion mit dem Vertreter der Austrian Airlines um 01:00 Uhr durchaus emotional geführt wurde. Es half alles nichts, Reinhard und Thomsi mussten am 29.08.2023 nochmal zum Flughafen um die Fischfilets persönlich abzuholen. Also nach ein paar Stunden Schlaf wieder aufstehen und wieder zum Flughafen fahren ….. Das war nach der ohnehin unglaublich anstrengenden Rückreise noch das berühmte „Tüpfelchen auf dem i“.
Zum Schluss ging aber alles gut aus. Die Thermo-future-Boxen haben die Filets auch einen Tag später noch verlässlich tiefgefroren nach Hause gebracht.
FAZIT:
Stina und Steinar haben hier am „Ende der Welt“ eine beeindruckende Location geschaffen, die seinesgleichen sucht. Unsere Gruppe ist regelmäßig unterwegs und wir durften schon einige schöne Camps kennenlernen – Sandland Brygge bietet für uns bisher jedoch das mit Abstand beste Gesamtpaket.
Im Detail gehe ich noch auf einzelne Punkte ein, aber man kann schon hier sagen, dass neben der grandiosen Landschaft, der außergewöhnlichen Lage, dem Fischreichtum vor allem das Gesamtkonzept auf ganzer Linie überzeugt.
Ein Beispiel: Wenn man auf der Toilette sitzend merkt, dass das Toilettenpapier aus ist, kann man sich darauf verlassen, dass sich hinter dem ersten im Sitzen erreichbaren Türchen Ersatz befindet.
Dieser „rote Faden“ zieht sich durch die gesamte Anlage. Was ich damit ausdrücken will ist, dass man sofort merkt, dass hier Praktiker mit Leidenschaft am Werk sind, die an alles gedacht haben. Es ist ein pures Vergnügen sich hier einfach auf das Wesentliche konzentrieren zu können und nicht Zeit und Nerven für Problemlösungen aufwenden zu müssen. Sollte es dennoch Unklarheiten geben, sind Stina und Steinar entweder im Camp-Büro oder telefonisch erreichbar.
Man fühlt sich hier wohl und es wird sich um alles professionell gekümmert!


Das Camp:
Zur Anlage „Sandland Brygge“ zählen neben der Lagerhalle, in welcher sich auch sanitäre Anlagen, Waschmaschinen und das Camp-Büro befinden noch die Apartments, das Blue House sowie der gesamte Kai mit Trockenraum, Filetierraum und den Bootsanlegern.
Auf dem Gelände gibt es auch noch eine Grillhütte und eine Sauna. Der Rest des Dorfes besteht aus einer Handvoll Häusern und damit sind wir auch schon fertig. Klein – aber fein!
Ein absoluter Traum ist der Trockenraum. Für jedes Apartment steht ein versperrbarer „Käfig“ zur Verfügung, der optimal dazu geeignet ist jede Art von Fischer-Equipment über Nacht wieder trocknen zu lassen. Damit das auch wirklich funktioniert ist der Raum mittels Klimaanlage temperiert und zusätzlich belüftet. Das ist wirklich Luxus, wenn Wind und Wetter mal nicht mitspielen. Wenn ich nur dran denke, wie wir in anderen Camps mit 4 nassen Floatern oft kreativ sein mussten um am nächsten Tag wieder halbwegs trocken am Boot stehen zu können.
Der Filetierraum ist erfreulich überdimensioniert und bietet alles was das Anglerherz begehrt. Im Anschluss befindet sich auch gleich der Gefrierraum, wo großzügige Gefriertruhen für alle Apartments aufgestellt sind. Besonders gut fanden wir, dass sich dort auch gleich ein Vakuumiergerät in Gastro-Qualität und ein Messerschärfer zur freien Verfügung aufgestellt waren. Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir schon mal 2 Vacuumierer zu Hause lassen können.
Die Unterkünfte:
Da wir mit insgesamt 10 Mann unterwegs waren und mittlerweile auch Wert auf ausreichend Platz legen, haben wir uns wie folgt aufgeteilt:
Apartment FARMAND (3 Schlafzimmer / 100 m2 / max. Belegung 8 Personen) war mit Reini, Rudi, Gio und Thomsi belegt.

Im BLUE HOUSE (4 Schlafzimmer / 97 m2 / max. Belegung 9 Personen) fanden Christian, Jürgen, Hans, Jürgen K., Bernhard und Willi ausreichend Platz. Hier wurde auch täglich gekocht und unsere gemütlichen Abende verbracht.
Sowohl das Blue House als auch das Apartment Farmand lassen keine Wünsche offen. Da die Apartments konstruktionsbedingt aber etwas „hellhörig“ sind, haben wir unsere „Nachbesprechungen“ und Abendrunden immer im Blue House abgehalten.
Vorteil der Apartments ist, dass sie unmittelbar am Kai liegen. Das Blue House liegt ein wenig außerhalb, ist aber auch in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Das ist vor allem von Vorteil, wenn es am Abend ein wenig länger und lustiger wird – hier stört man mit Sicherheit niemanden.
Die Boote:
Wie bereits angeführt, buchten wir 1 großes Apartment und das Blue House für die Truppe. Damit verbunden waren gleichzeitig 3 Boote (2 x Wideboat 650 und 1 x Wideboat 750).
Die Belegung war mit 4 Mann am Wideboat 750 und je 3 Mann auf den Wideboats 650 wirklich optimal.
Die genannten Aluminiumboote werden vor Ort bei der in Bergsfjord ansässigen Werft Wilde Slipp angefertigt und sind für die Bedingungen in Nord-Norwegen optimal geeignet. Die hohen Bordwände und die mittig angelegten Kabinen machen die Boote sehr sicher. Eine Ausfahrt ist auch bei etwas raueren Bedingungen problemlos möglich.
Bei ruhiger See lassen sich Geschwindigkeiten von 40-50 km/h problemlos bewältigen. Die Boote laufen ungemein ruhig und stabil.
Problematisch kann nur die Rückkehr zur Anlegestelle werden, wenn der Wind aus Ost weht. Da braucht es ein wenig Routine um die Boote zum Standplatz zu manövrieren. Das kann durchaus ein wenig herausfordernd werden. Die eine oder andere waghalsige Anlegeaktion konnte vom Kai aus beobachtet werden.
Alle Boote sind mit einem „AIS tracking system“ ausgestattet, das es den Vermietern jederzeit ermöglicht den Standort festzustellen. Das ist im Falle eines Notfalles unbezahlbar. Die Boote sind auch alle mit offiziellem Bootsfunk ausgestattet, was auch jederzeit die Absetzung eines Notrufes erlaubt.
Wichtig ist auch zu wissen, dass fast überall im Angelgebiet Handyempfang besteht. Das hatten wir in dieser Form bisher auch noch nicht. Dieser Luxus macht vieles leichter. Es kann ja auch mal was am Boot kaputtgehen und ein paar Tipps wie man einen Bootsmotor wieder zum Laufen bringt, schaden im Fall der Fälle auch nicht.
Spezifikationen der Boote:
Wideboat 650:
Länge: ca. 7 m / Breite: ca. 2,75 m
Motorisierung: 150 PS Suzuki
Echolot: Humminbird 7” Sounder/GPS Plotter.
Wideboat 750:
Länge: ca. 7,6 m / Breite: ca. 3 m
Motorisierung: 200 PS Evinrude
Echolot: Lowrance Elite 7” Sounder/ GPS Plotter
Auf allen Booten waren Automatic-Westen für alle Personen vorhanden. Abgerundet wird die ganze Ausstattung noch mit hochwertigen Klepps und Fischkisten.
Für Gruppentouren kann zusätzlich noch die „Aquarius“ angemietet werden. Steinar fährt damit mit bis zu 10 Anglern Fangplätze an, die mit den kleineren Booten nicht oder nur sehr schwer erreichbar sind.
Das Revier:
Sandland Brygge ist in einschlägigen Foren bekannt dafür, dass man bei fast jeder Wetterlage rausfahren kann. Die Zahl an Ausfallstagen ist somit in den meisten Fällen überschaubar. Das ist primär der vorgelagerten Insel SILDA zu verdanken. Auch wenn der Wind von Osten weht, lässt es sich noch relativ ruhig auf der Westseite der Insel fischen.

Wenngleich die Fänge im Fjord und rund um SILDA nicht mehr die Zahlen erreichen, die sie vor 10 Jahren hatten, ist der Fischbestand durchaus gut. Das Camp hat eine große britische Fangemeinde, die von Anfang an dem Camp die Treue gehalten haben. Viele lassen Ruten und gröbere Ausrüstung mittlerweile auch im Camp und reisen mit „leichtem Gepäck“ zum Angeln an. Im Gespräch am Kai war noch von Rekordfängen und kapitalen Heilbuttfängen in unmittelbarer Nähe zum Camp die Rede, die vor einigen Jahren noch an der Tagesordnung waren. Die vielen auf dem Kai eingravierten Heilbutt-Siluetten zeugen noch davon. Die Dichte an großen Heibutt-Fängen war aber offenbar 2023 nicht gegeben, denn neue Siluetten waren kaum zu sehen. Die Fangausbeute an Heilbutt in „Küchengröße“ – also von ca. 90-120 cm ist aber noch immer sehr gut. Es wurden täglich einige gute Fische im Filetierraum versorgt.
Rund um die Insel Loppa gibt es auch einige sehr interessante Stellen. Während an der Westküste die Steinbeißer beheimatet sind, fühlen sich die kapitalen Schollen eher im östlichen Bereich nächst der Ortschaft Loppa wohl.
Für große Dorsche, Köhler und Rotbarsch sind aber die etwa 15 Seemeilen offshore liegenden Strukturen nördlich von Sandland Brygge die richtige Anlaufstelle. Auf der großen Karte im Filetierhaus zeigt sich, dass die beschriebenen Strukturen und Riffe über viele Kilometer von Ost bis West eine unendliche Zahl von vielversprechenden Angelstellen, Unterwasserbergen und Kanten aufweisen. Da ist für alle Boote genügend Platz vorhanden.
Wir waren mit den Fängen mehr als zufrieden. Wer vorhat die derzeit erlaubten 18 kg Fischfilets mit nach Hause zu nehmen, wird in aller Regel erfolgreich sein.
ANGELGERÄT UND AUSTRÜSTUNG:
Erstmals nach einigen Touren waren diesmal Spinnruten mit Stationärrollen nicht mehr die erste Wahl auf See. Früher wurde eher nur für Naturköder oder große Tiefen auf Multirollen und Bootsruten gesetzt. Diesmal waren auch die mittleren Kombos mit kleinen Multis und Jiggingruten in der Überzahl.
Ruten:
Casting-Modelle:
- STORK Adamant Serie 1 und 2, WG: 350, 400 und 500 gr.
- NS Black Hole Pioneer Sea Fork 639BS, WG: 200-450 gr. spiral guide system
- DAIWA Sealine X´TREME Interline 30-50 lbs.
- WESTIN Boat XH, 20-30 lbs.
- XZOGA Taka US350 18 kg, custom Aufbau
- WFT Millennium 50 lbs – custom Aufbau
Spinning-Modelle:
- XZOGA Taka Pi 7523
- DAIWA Grandwave Pilk 2,25 m, 150-250 gr.
- BALZER Polwer Pilk 71 Grad North, WG: 100-275 gr.
Rollen:
Multirollen:
- MAXEL Transformer 30, 40 und 50
- STORK Harvester 02 und 04
- ALUTECNOS Gorilla 6V
- SHIMANO Ocea Jigger 2001NRHG
- OKUMA Tesoro 5NS
Stationärrollen:
- SHIMANO Stella 8000 SWC
- SHIMANO Stella 8000FA
- PENN Slammer 560
Köder:
Bei den Ködern waren Pilker erfolgreicher als Gummiköder. Die Klassiker von Sølvkroken, Eisele und Speedy erledigten den Job bestens.
Top 3 – Pilker:
- Sølvkroken Rustfri Svenske Pilk in 250 und 400 gr.
- Sølvkroken Calamar Pilker 300 gr.
- Sølvkroken Stingsilda in 200 und 400 gr.
Wir hatten auch eine gute Auswahl von Norwegen-Gummifischen folgender Marken dabei:
- RIOS Jigs 340 und 450 gr.
- RIOS Seeaal 300 gr.
- SAVAGE GEAR Cutbait Herring 270 und 450 gr.
- SAVAGE GEAR Sandeel V2 in 175 und 275 gr.
- SAVAGE GEAR 3D Herring Big Shad in 300 gr.
Naturködersysteme, BALZER Giant Jig Head Dead Bait – Systeme, etc. waren natürlich auch dabei.
Sicherheit:
Floating Anzüge:
- FLADEN 850 /855
- GRAFF Float Guard 2
- THYPOON PS330 Xtreme Drysuit
- URSUIT Multi Purpose Suit
Neben den über viele Jahre bewährten Floating Anzügen, waren diesmal erstmals auch Trockenanzüge am Start. Ich hatte den THYPOON PS330 Xtreme im Einsatz und war äußerst begeistert. Auch bei wärmeren Temperaturen war der Tragekomfort hervorragend und man schwitzte auch nicht im Anzug. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass alle Unterkleidung als Funktionskleidung ausgeführt ist. Für mich ein wirkliches upgrade zu den Floatern und eine klare Kaufempfehlung für die Zukunft.
Ausrüstungs-Tipps:
Hier möchten wir wieder ein paar Neuanschaffungen präsentieren, die sich für uns bewährt haben:
50 mm Gummikappen für Rutenhalter! Schluss mit eingedrückten Eva-Rutengriffen und Scheuerspuren von den Metall-Rutenhaltern. Einfach überstülpen und nach der Reise wieder abziehen und mit nach Hause nehmen. Diese Dinger sollten eigentlich auf jedem Boot Standard sein, aber das ist leider nicht der Fall. Ich habe meine hier bei Ebay erstanden:
https://www.ebay.de/itm/310605410057
Bootsstiefel: MUCKBOOTS Mid Black! Endlich mal ein angenehm zu tragender Bootsstiefel! Nicht der billigste „Gummistiefel“, aber besser und sicherer bin ich bis dato nicht im Boot gestanden:
https://heppo.com/de-at/products/muckboot-originals-mid-black
SEACOSMO Handyhülle Wasserdicht / Stoßfest / Metallrahmen / fotoechte Folie – Kameraschutz für top Fotos trotz wasserdichter military grade Hülle. Auch wenn die Mobiltelefone der neueren Generation schon alle „wasserdicht“ sind, ist das für Notfälle sicher der bessere Weg.
https://www.amazon.de/gp/product/B0BKL8Q5J2/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o02_s00?ie=UTF8&psc=1
Seit bei der Fotosession über der Bordkante ein iPhone in den Tiefen des Gewässers verschwand, ist die REELOQ – Handysicherung ein ständiger Begleiter. Bei kalten Temperaturen, klammen Fingern und ein wenig Hektik an Bord ist so ein Telefon schneller weg als man denkt …
Thermo future box – 40 l und Kunststoff-Einsätze von JYSK Speziell wenn die ganze Thermobox nicht in die Kühltruhe vor Ort passt sind die Kunststoff-Einsätze vom Skandinavischen Möbelhaus ein echter Bringer. Leicht, stabil und sehr preiswert – dieses „Helferlein“ werden sicher zum ständigen Begleiter werden. Einfach die Filets in den Körben einfrieren und am letzten Tag in die Box stellen.
https://jysk.de/aufbewahrung/korbe-und-boxen/kunststoff-aufbewahrung/korb-jute-20l-kunststoff-white
Vakuumiersäcke für Kleidung sind bei uns schon seit Jahren im Einsatz und sparen unglaublich viel Volumen beim Packen. Sogar der Trockenanzug samt Light-Unterzieher „verschwindet“ in der Tasche ohne Platz zu beanspruchen. Pumpen oder ähnlichen Kram kann man beruhigt zu Hause lassen – das „Vakuumieren“ funktioniert bestens durch einfaches zusammenrollen. Erhältlich in jedem größeren Supermarkt oder sonst bei Amazon etc.
© Wilfried Brocks 2023





































































































